10.12.08
Posted in Uncategorized at 6:54 pm by admin
Sidi Ifni könnte der Wohlfühl-Ort schlechthin sein. Verfallene spanische Art Deco-Architektur, eines der besten und symphatischsten Hotels & Restaurants seit langem - ein Ort an dem man sich auch als alleinreisende Frau 100% wohlfühlt - und einen grauen wolkenverhangenen, endlosen Strand, der sogar Theo Angelopoulos begeistern würde. Es könnte so schön sein. Hätte ich da nicht die Ereignisse des letzten Frühjahrs immer im Hinterkopf. Demonstrationen, die in blutigen Protesten endeten. Offiziell gab es keine Toten. Trotzdem hört man immer mal von jmd, der Angehörige der Toten kenne. Kann man da guten Gewissens Urlaub machen? Ich habe mir irgendwann gesagt, dass auch Journalisten mal Urlaub brauchen. Auch wenn ich immer wieder zwischendurch versucht war, Interviews, Geschichten zu machen. Aber dauernd “im Dienst” zu sein, tut auch nicht gut. Das heißt nicht, dass ich weghöre oder das Thema wechsle, wenn mir jmd erzählt, dass die Fischpreise noch stärker in die Höhe, der Tagesfang noch mehr zurückgegangen ist. Und 15 Freunde von ihm noch immer im Gefängnis sitzen. Ohne Prozess. Seit Monaten. Aber dass das “nur” als Info in meinem Hinterkopf bleibt. Wahrscheinlich überschätzen wir uns und unsere Bedeutung sowieso meistens. Sollte uns trotzdem nicht davon abhalten, uns für solche Vorfälle zu interessieren.
Wobei: es gab schon immer wieder so Momente, wo ich gerne ein Mikrofon dabei gehabt hätte. Sei es, den Wind in den Akazien in der Wüste aufzunehmen oder das nur schwer zu beschreibende Geräusch trinkender Dromedare. Das sind eben so Sachen, die man eigentlich gehört haben muss. Genauso wie die absolute Stille in einem 10 Häuser zählenden Dorf im Hohen Atlas, abends um neun, während des Ramadan. Um diese Uhrzeit schläft das ganze Dorf bereits. Auch unseren Bergführer Brahim hätte ich gerne festgehalten. Wenn er erzählt, dass es in einem Dorf schon sehr lange eine piste, eine staubige, unbefestigte Straße gebe. “Sehr lange”, das sind auf Nachfrage rund fünf Jahre. Vorher sind die Bewohner jedes Jahr Ende September ins Tal und haben Vorräte fürs nächste halbe Jahr gekauft, für den Winter in dem die Fußwege unpassierbar werden. In dem man auch den einzigen Arzt in der Umgebung nicht mehr erreicht. Er ist 30km entfernt. Oder wenn er von seinem Dorf in der Nähe von Imlil, dem Ausgangspunkt vieler Wanderer, erzählt. Das Leben hat sich verändert in den letzten Jahren. Es gibt jetzt Telefon. Einen Fernseher hat aber noch niemand dort. Oder wenn er von den schlimmen Unwettern erzählt, die Mitte der 90er Jahre ganze Dörfer ausradiert haben, einfach weggeschwemmt vom Schlamm. Dabei seien übrigens nur Ausländer und arabische Marokkaner umgekommen. Darauf legt er Wert. Die Berber würden nie auf die Idee kommen, so nah an den Flüssen im Tal zu bauen oder zu zelten. Und sofort sind wir mitten in der marokkanischen Identitätsdebatte. Ich habe noch keinen Marokkaner getroffen, der nicht stolz irgendwelche Berber-Ursprünge anführt… Nicht alle von ihnen sprechen dann tatsächlich auch eine Berbersprache. Aber Brahim flucht, wie schwierig Arabisch ist. Wir könnten ruhig Französisch sprechen. Wenn wir schon sowieso beide eine Fremdsprache sprechen, dann ist es ja eigentlich egal, welche. Auf der Schule war er nur vier Jahre. Französisch hat er nebenher gelernt. Von den Touristen. Und das verdammt gut.
Überhaupt bringt der Tourismus einige kuriose Auswirkungen mit sich. In Imlil wollen wir Lebensmittel einkaufen. Vor uns steht ein vielleicht 8-jähriger Junge. Ich versuche es auf Arabisch. Er versteht mich nicht wirklich. Zweiter Versuch: französisch. Keine Chance. Also Hände und Füße, denke ich. Nicht nötig, stellen wir dann fest: der Kleine spricht Englisch. Auch eine Möglichkeit…
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Posted in Uncategorized at 6:53 pm by admin
Haette ich auch nicht erwartet, dass ich das mal sagen wuerde. Aber in Marokko im Ramadan, dem “Monat der schlechten Laune und des Mundgeruchs”, wie das marokkanische Magazin TelQuel ihn neulich genannt hat, passieren manchmal seltsame Dinge. Zum Beispiel war ich eben neulich in Meknes bei MacDonald’s. Der einzige Laden - ausser ein paar Touristenrestaurants in der Altstadt, der auch tagsueber offen hat. Und auch serviert. Natuerlich sind fast alle Cafés und Restaurants offen, die Leute setzen sich wie jede Mittagspause ins Café, die Kellner stehen rum, die Gaeste gehen wieder, ohne was getrunken oder gegessen zu haben. Nur gibt es bei McDondald’s eben auch was zu essen. Und da essen auch die Marokkaner. Die das offiziell gar nicht duerfen. Denn wer als marokkanischer Muslim tagsueber in der Oeffentlichkeit isst, ohne aerztliches Attest, kann im Gefaengnis landen. Passiert jedes Jahr in ein paar Faellen. Aber die Terasse von McDondald’s zaehlt offensichtlich nicht zum oeffentlichen Raum. Und so finde ich mich bei 37° C an einem Septembernachmittag in Meknes also mit einem Haufen Studenten bei McDonald’s wieder, und alle schluerfen in Ruhe ihr Milkshake, essen den garantiert 100 Prozent halal McArabia oder profitieren vom Ramadan-Special (Burger, Fritten, Cola) fuer 20DH, rund 2 Euro. Und im Fernsehen laeuft die Aufzeichung der letzten Niederlage von Bayern Muenchen. Bei McDonald’s kann es manchmal richtig schoen sein!
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08.16.08
Posted in Uncategorized at 7:32 pm by admin
Die ersten zwei Wochen sind rum - zwei Wochen Arbeit, vor allem aber zwei Wochen voller neuer Eindruecke und wachsender Begeisterung fuer Marokko. Freude ueber die vielen liebgewonnenen Kleinigkeiten, die ich Deutschland vermisst habe: Minztee, frische Kaktusfeigen, Guavensaft, … Wachsende Begeisterung fuer Rabat, dass trotz des Rufs als schlaefrige Verwaltungsstadt mehr als angenehm ist. Eine ueberschaubare, angenehm relaxte Medina, das 7ème Art, das Kino des CCM, und die Oudaya, das Viertel in dem ich wohne und wo ich immer mal wieder durchgehe und mich frage, was alles hinter dieser Bilderbuchfassade steckt. Zwischendurch ein Schock. Elyes Zrelli, DER tunesische Regieassistent, den ich leider nie persoenlich kennengelernt habe, ist gestorebn. Zu frueh, zu ueberraschend. Ich habe den Eindruck, dass ganz Tunis trauert.
Am Wochenende in Tanger. Nach Verspaetung bei der Zugfahrt und kaputter Klimaanlage komme ich zu spaet an fuer den Film, den ich eigentlich sehen wollte (eine Retrospektive der Filme von Izza Genini) und falle muede ins Bett. Dass da vor mir schon wahrscheinlich zehn andere Leute auf dem gleichen, ungewaschenen Laken geschlafen haben ist mir in dem Moment ziemlich egal. Samstag frueh dann Fruehstueck auf dem Petit Socco, und dann hat mich die Stadt gepackt. Sie vermittelt einem sofot das Gefuel, dass man hier wohnen will, in den Cafés sitzen, Buecher schreiben, … immer noch. Das ist dann wohl der beruehmte Charme der Stadt, die mich irgendwie an eine Mischung aus Valetta und Kairo erinnert. Ein bisschen verfallen und morbide, und gleichzeitig unheimlich lebhaft und brodelnd. Ein Haufen Kunstgalerien, die neue Cinématheque, in die ich jetzt gleich doch noch gehen werde, mit einem wunderschoenen Café dazu…
Mit dem marokkanischen Sommerloch bin ich inzwischen natuerlich auch in Beruehrung gekommen, so dass die letzte Woche leider hauptsaechlich aus frustrierenden Telefonaten, Interviewanfragen und Absagen dergleichen bestand. In meine erste marokkanische Demo bin ich mehr oder weniger durch Zufall auch geraten. Ein haufen Uniabsolventen und Studenten ziehen zur Zeit fast taeglich in Rabat vors Parlament, um gegen die Abreitslosigkeit zu protestieren. Die Stimmung ist angespannt, die Polizei haelt die Mitte der Strassenkreuzung frei. Wer sich trotzdem reinwagt risikiert Bekanntschaft mit den Schlagstoecken der Ordnungshueter zu machen. Immer wieder fahren Autofahrer in die Menge. Keiner weiss so recht, was los ist. Immer wieder bricht Panik aus, alle renen weg. Ich renne auch. Dann beruhigt sich alles wieder. Eigentlich hat die Stadt eine kleine Buehne aufgebaut, fuer Open Air Konzerte. Jetzt sitzt hier ein Quartet, Maenner in Anzuegen mit Violinen und Trommeln, und machen Musik. Die Demonstranten - wuetend und muede - schreien gegen die Lautsprecher an. Ein junge Frau, ungefaehr mein Alter, kommt auf mich zu: Sie hat ihr Studium abgeschlossen und findet keinen Job. Ob ich Journalistin sei? Ob ich ueber die Demo berichten werde? Sie schaut mich hoffnungsvoll an. Ich schuettel den Kopf. Demonstrierende Arbeitslose in Marokko interessieren in Deutschland leider nur am Rande.
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08.02.08
Posted in Uncategorized at 11:34 pm by admin
Viel zu tun gehabt in letzter Zeit, nicht dazu gekommen Youssef Chahine zu wuerdigen oder irgendetwas ueber die verhafteten Facebooker in Aegypten oder die tunesischen Blogger zu schreiben. Hatte alles seinen Grund, ich habe naemlich meinen sieben Sachen zusammengepackt und habe mich aufgemacht nach Marokko. Und nach anderthalb Tagen in Fez, in denen ich als erstes in eine israelische Besuchergruppe mit Polizeischutz gekommen bin (und so auch in die Synagoge von Fes el Jedid und auf den juedischen friedhof geraten bin), einen Taxifahrer mit Syrisch und Franzoesisch verwirrt habe und seit einer siebenstuendigen Zugfahrt mit teilweise elf Leuten in einem Achterabteil alles ueber die Kniebeschwerden und Diabetes meiner Mitreisenden erfahren habe sitze ich jetzt in Marrakech. Und eigentlich auch nur im Internetcafé, weil der Regisseur, mit dem ich verabredet war, mitten in einem Projekt und somit ziemlich im Stress ist. Aber das gibt mir dann wiederum die Zeit, wenigstens ein paar Zeilen zu schreiben. Also, ich bin noch da, und in Zukunft gibt es hoffentlich wieder ein bisschen mehr zu hoeren und lesen. Zur Zeit kaempfe ich noch mit dem marokkanischen Dialekt. Neulich erklaerte ich dem Wasserverkaeufer am Bahnhof von Fes, dass ich leider kein Kleingeld haette. Dreimal. Irgendwann gebe ich auf und spreche Franzoesisch. Er lacht. Er hat mich die ganzze Zeit verstanden und amuesierte sich nur so sehr ueber mein Syrisch mit deutschem Akzent, dass er es unbedingt nochmal hoeren wollte. Immerhin, einseitig funktioniert die Kommunikation wohl schon. Jetzt waere es nur schoen, wenn ich bald auch mehr verstehen statt mir aus Halbsaetzen irgendwas zusammenzureimen, was irgendwie sinnvoll erscheint.
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05.14.08
Posted in Uncategorized at 12:14 am by admin
Unabhängige Informationen und Jugendthemen suchten sie in der ägyptischen Presse oft vergeblich. Deshalb haben junge Journalisten einen eigenen Radiosender gegründet. Jetzt feierten sie ihren ersten Geburtstag. mehr…
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04.28.08
Posted in Arabisch, Blog, Politik, Zensur, in eigener sache, Ägypten at 1:50 pm by admin
“Nein nein, das ist da nicht so schlimm”, bekam ich von meinen ägyptischen Bekannten versichert, als ich sie danach fragte, wie es denn um die Aktivitäten des Geheimdiensts bestellt sei und wie ich mich als Journalistin dort bewegen könnte. Grund meiner Frage: eine Pressereise nach Ägypten stand an. Und nach meinen Erfahrungen in Tunesien und Syrien erwartete ich also auch in Ägypten einen Haufen Männer mit Schnurrbart, die gaaanz unauffällig selbst in glühender Mittagshitze mit ihren schwarzen Kunstlederjacken auf der Straße rumstanden und Zigaretten rauchten oder interessiert Zeitung lasen.
Erster Eindruck in Kairo: stimmt, es sind tatsächlich weniger. Zumindest auf der Straße. Überhaupt fühlte ich mich sofort wohl: heiß, staubig, laut – typisch arabische Großstadt und damit genau mein Fall.
Wirklich lange hielt dieses Gefühl dann aber nicht an. Denn es sind zwar weniger gut informierte Beobachter auf der Straße. Das heißt aber nicht, dass unserer Gruppe nicht trotzdem besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Bereits am Flughafen wurden wir von unserem Begleiter und Co-Organisator des Jugendrates abgeholt worden und durch den Diplomatenausgang geschleust. Einmal im Bus mit Regierungs-Kennzeichen sitzend bekamen wir dann das Programm der nächsten Tage in die Hand gedrückt: vollgepackt – nur leider nicht mit den Themenwünschen, die wir angegeben hatten (und die eigentlich auch berücksichtigt werden sollten).
Mein erstes Unwohlsein bestätigte sich dann leider relativ schnell. Den Termin mit dem Chef des Jugendrats war ich noch gewillt, als obligatorisches Füßeküssen abzutun, Problem: es ging immer so weiter. Thema der Reise war die soziale und politische Beteiligung von Jugendlichen. Nur: wo waren die Jugendlichen? Auf jeden Fall nicht in unserem Programm. Dafür gab es Funktionäre, und zwar jede Menge. Und kostenlose Aufpasser. Manchmal nur ein oder zwei. Bei der Besichtigung eines GTZ-Vorzeigeprojekts in Boulaq Dakrour (Gizeh) waren es sogar acht. Für sechs Teilnehmer. Die als Übersetzerin getarnte Protokollantin (zum Übersetzen reichten ihre Sprachkenntnisse nicht aus) schrieb fleißig jede Frage mit. Als sie es einmal nicht getan hatte wurden wir sofort bedrängt, unsere Notizen und mitgeschnittenen Interviews rauszurücken. Haben wir nicht gemacht. Ihre Geheimdienstarbeit müssen sie schon selber machen.
Eines Abends hatte ich mich mit einem deutschen Kollegen aus Kairo getroffen. Als ich durch das Tor unserer Unterkunft (dem Gästehaus des Jugendrats) zurückkam zückten die beiden Wachmänner sofort ihr Walkie-Talkie, um Bericht zu erstatten, dass ich wieder da sei. Ein paar Tage später, auf der Suche nach Schmierpapier, fand ich dort übrigens einen Stapel Formulare: wer wann um wie viel Uhr das Haus betreten bzw. verlassen hat. Und seit unser Hauptaufpasser mitbekommen hatte, dass ich Arabisch verstehe, wurde er immer ganz still, wenn ich in die Nähe kam. Dass dabei wenig interessante Geschichten rauskamen versteht sich mehr oder weniger von selbst.
Einen versöhnlichen Abschluss gab es dann aber doch noch: ich habe mich (viel zu spät) von der Gruppe abgesetzt und noch ein tolles, unabhängiges Projekt mit vielen jungen und engagierten Leuten gefunden. Mehr dazu bald.
Fazit: spannendes Land voller Geschichten, interessante Leute, nie wieder eine Pressereise, in der staatliche Institutionen irgendwie programmgestaltend involviert sind, sondern lieber drei, vier eigene, sauber recherchierte Geschichten machen. Und: gerne bald wieder hin.
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04.12.08
Posted in Arabisch, Politik, Tunesien at 2:28 pm by admin
Während Zine El Abidine Ben Alis Propagandamaschine munter weiterläuft herrscht Unruhe im zentraltunesischen Redyef. Denn nicht nur in Gafsa wurde marschiert, sondern auch dort. Wie zuletzt in Burkina Faso, Ägypten und Haiti brachten Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und steigende Preise die Menschen auf die Straße. In Redyef kam es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Diese nahm zwanzig Demonstranten fest.
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Posted in Arabisch, Israel, Medien, Politik at 2:09 pm by admin
Am Montag (7. Mai 2008) hat die israelische Polizei das JerusalemerBüro des Radiosenders RAM FM geschlossen. Der Vorwurf der Behörden: der Sender habe keine Lizenz und störe mit seinem Sendebetrieb den Funkverkehr des Ben Gurion-Flughafens. Mehrere Mitarbeiter wurden zunächst festgenommen und stehen jetzt unter Hausarrest.
RAM FM wurde vor rund einem Jahr auf Initiative des südafrikanischen Geschäftsmann Issie Kirsh gegründet. Der Sender, eine Mischung aus Musikradio und Diskussionssendungen, sendet nur auf Englisch und setzt sich für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. RAM FM sendet weiterhin aus seiner zweiten Niederlassung in Ramallah.
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03.19.08
Posted in Blog, Marokko, Politik, Web, internet at 12:07 pm by admin
Das berichtet Sami Ben Gharbia auf Globalvoices. Mourtada wurde am Abend des 18. März aus der Haft entlassen. Er war zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er auf Facebook ein falsches Profil des marokkanischen Prinzen Moulay Rachid angelegt hatte. Der Fall hatte international für Aufsehen und Proteste gesorgt.
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03.10.08
Posted in Blog, Web, Zensur, internet at 10:20 pm by admin
Nutzen Sie die einmalige Chance! Sie müssen sich noch nicht einmal vor einer Festnahme fürchten…
Demonstrieren gehen ist zwar in letzter Zeit nicht mehr so in - aber inzwischen lässt sich das ja auch ganz bequem vom Schreibtisch aus erledigen: im Internet. Liegt ja irgendwie auch nahe, wenn es um Internet-Themen geht. Reporter ohne Grenzen hat den 1. Internationalen Tag für freie Meinungsäußerung ausgerufen und veranstaltet deshalb am Mittwoch, den 12. März, eine weltweite Online-Demo. Auf der Seite können die Demonstranten eine eigene virtuelle Figur erstellen und an einer der neun Online-Demonstrationen teilnehmen. Diese finden außer in China und Kuba in Ägypten, Burma, Eritrea, Nordkorea, Tunesien, Turkmenistan und Vietnam statt. Nur leider ist in diesen Ländern auch das virtuelle Demonstrationsrecht ziemlich eingeschränkt.
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